Institutum Sapientiæ

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Institutum Sapientiæ
Gründung 1983
Trägerschaft Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz
Ort Anápolis, Goiás, Brasilien
Rektor P. Michael Silberer ORC (Stand vom 18. Juli 2017)[1]
Professoren 17, davon 8 Doktoren und 7 Magister (Stand vom 30. Oktober 2016)[2]
Website www.institutumsapientiae.org

Das Institutum Sapientiæ (lat. für Einrichtung der Weisheit) ist eine römisch-katholische Hochschule in Anápolis, Brasilien. Es ist die einzige Hochschule, die vom Orden der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz (kurz Kreuzorden) innerhalb des Engelwerkes betrieben wird.

Tätigkeit

Das Institutum Sapientiæ bietet Lehrgänge in den Fächern Theologie (vier Jahre) und Philosophie (zwei Jahre) an und unterhält seit 2008 das katholische Priesterseminar Regina Angelorum (Königin der Engel) mit 16 Seminaristen.[3] Zudem werden Sprachkurse in Latein, Hebräisch und biblischem Griechisch angeboten.[4]

Geschichte

Das Institutum Sapientiæ wurde am 4. Juli 1983 im Bistum Anápolis nach einer dem Engelwerk von Papst Johannes Paul II. gewährten Audienz gestiftet. Erster Rektor wurde der Moraltheologe Ingo Dollinger, der zugleich Pfarrer von Petersdorf-Alsmoos im Bistum Augsburg war. Der Plan, am 1. April 1987 eine Zweigstelle des Instituts in der Kartause Gaming in Österreich zu eröffnen, scheiterte am Widerstand des St. Pöltner Diözesanbischofs Franz Žak.

Im Mai 1988 kam es zu einem Raubüberfall auf die Niederlassung in Anápolis, bei dem den Räubern große Mengen an Bargeld und Gold sowie eine Pistole aus dem angeschlossenen Kreuzordenskloster in die Hände fielen. Das Engelwerk räumte ein, dass der Überfall stattgefunden hatte, gab aber an, die in einem Bericht der Journalistin Margit Pieber genannte Höhe der Beute sei völlig falsch.[5]

Von 1983 bis 1996 empfingen 60 im Institut ausgebildete Seminaristen ihre Priesterweihen.[6] Am 12. November 1988 wurde dem Institutum Sapientiæ durch ein Dekret der vatikanischen Kongregation für das Katholische Bildungswesen der Hochschulstatus verliehen.[7] Am 16. November 2007 erhielt es während des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. die endgültige Anerkennung speziell für die Ausbildung von Priesteramtskandidaten.[3]

Bekannte Professoren

Bis 2004 war Manuel Pestana Filho, Bischof von Anápolis, als Professor am Institutum Sapientiæ tätig.[8]

Bekannte Absolventen

Pressetätigkeit

Seit dem Jahr 2000 gibt das Institut jährlich die philosophisch-theologische Zeitschrift Sapientia Crucis (Weisheit des Kreuzes) heraus.[9]

Einzelnachweise

  1. Personenbeschreibung auf der Website des Bistums Anápolis, Abruf am 18. Juli 2017
  2. Startseite der offiziellen Website, Abruf am 1. Oktober 2012
  3. a b Beschreibung auf der Website der Regularkanoniker vom Heiligen Kreuz, Abruf am 30. September 2012
  4. Estudo de Línguas auf der Website des Institutum Sapientiæ
  5. Heiner Boberski: Das Engelwerk. Theorie und Praxis des Opus Angelorum. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, S. 97
  6. Benoît Duroux: OA Information Letter vom 18. August 1997 (engl.)
  7. Heiner Boberski: Das Engelwerk. Theorie und Praxis des Opus Angelorum. Otto Müller Verlag, Salzburg 1993, S. 231, 248 und 289 f. ISBN 3-7013-0854-3
  8. Faleceu o bispo emérito de Anápolis, dom Manoel Pestana Filho@1@2Vorlage:Toter Link/arquidiocesedecampogrande.org.br (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Erzbistum Campo Grande (undatiert)
  9. História 2 auf der Website des Institutum Sapientiæ

Weblinks