Kirche In

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Kirche In (auch KIRCHE IN geschrieben; vormals Kirche intern) ist der Name einer in Österreich erscheinenden katholischen Zeitschrift. Gegründet wurde sie 1987 von Pfarrer Rudolf Schermann aus Anlass zweier umstrittener Bischofsernennungen.

Die Zeitschrift versteht sich heute als christlich-ökumenisches Magazin, aber auch als Organ für kircheninterne Kritik und als geistige Anregung für neue Wege in der katholischen Kirche.

Motivation zur Gründung

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Der Startschuss für die Gründung der Zeitschrift war eine Unterschriftenaktion gegen die für 26. April 1987 vorgesehene Bischofsweihe des Regensburger Professors Kurt Krenn zum Wiener Weihbischof. Er war als "erzkonservativ" bekannt, und seine Äußerungen über andere Personen und Ansichten führten zu heftigen Protesten bis hin zu Blockadeversuchen seiner Weihe. Sprachrohr für die „Rebellen“, die auch eine Verwässerung des II. Vatikanums befürchteten, wurde der damalige Landpfarrer von Reisenberg und Buchautor Rudolf Schermann. Vorerst nur hektografierte Blätter konnten durch eine Einzelspende von 10.000 öS als Druckschrift unter dem Titel Kirche intern (KI) erscheinen, die zunächst an etwa 3.000 Pfarrer gesendet wurde.

Das große Echo und die Weitergabe der Schriften durch die Leser bewirkte, dass der Kontostand binnen eines halben Jahres auf 500.000 öS anstieg und eine GmbH gegründet werden konnte, die das nun monatliche Erscheinen der Zeitschrift sicherstellte.

Umbenennung auf "Kirche In"

Nach einigen Jahren war "Kirche intern" unter den liberal bis progressiv eingestellten Katholiken Österreichs etabliert, obwohl auch die deutlich kirchenkritische Aufmachung und der gegenüber ersten Plänen zu geringe religiöse Inhalt des Blatts bemängelt wurde. Eine Umgestaltung und die Umbenennung auf "Kirche In" sollte nun den Übergang zu einem Medium für den gesamten deutschsprachigen Raum einläuten. Die Zeitschrift beschreibt sich selbst mit den Worten: " Der mittlerweile [...] auf KIRCHE IN abgekürzte Name soll signalisieren, dass es ein Medium ist, das ein Bild der christlichen Kirchen transportiert, das IN ist -- weil sie auf die Ursprünge baut und nicht jenes von zeitgeistigen Sedimenten der Jahrhunderte überfrachtetes Bild der „Vatikankirche“, die OUT ist, weil sie die Ursprünge verlassen" habe[1].

Haltung zum Freimaurertum

Im Frühjahr 2004 bot Kirche in dem vom Engelwerk geweihten Priester Reinhard Knittel die Gelegenheit, einen Artikel über die Freimaurerei zu publizieren, in dem letztere als Tochter des Satans dargestellt wurde; dem Freimaurer Kurt Baresch wurde noch die Möglichkeit einer Replik ermöglicht. Im Herbst 2005 unterstellte die Zeitschrift, ohne Beweise vorzulegen, Verbindungen des Rotary Clubs, des Deutschen Druiden-Ordens und der deutschen Bildungsministerin Annette Schavan eine Nähe zum Freimaurertum und bezichtigte letztere „dubioser Schulterschlüsse“.[2][3][4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://www.kirche-in.at/ueber_kirche_in_entstehung.php
  2. Thomas Hofer: Gottes rechte Kirche. Verlag Ueberreuter, S. 214, ISBN 3800036754
  3. Reinhard Knittel: Christentum und Freimaurerei? Unvereinbar! und Kurt Baresch: Christentum und Freimaurerei: Nicht unvereinbar! Kirche In, April 2004, S. 18 f
  4. Georg Waldreich: Dubiose Schulterschlüsse. Kirche In, November 2004, S. 26 f